Ausschnitt eines Wandbildes des Malers Georg Schlotter. Es enthält zahlreiche Märchenmotive (hier z.B. Hans im Glück) und befindet sich in einem Kellerraum der Friedrich-Ebert-Schule, der früher als Vorschulraum genutzt wurde..

Geschichte

Die Heimstättensiedlung

 

1932 entstand die sogenannte Heimstättensiedlung. Bis Oktober 1933 wurden in Selbsthilfe 53 einfache Doppelhäuser auf je 1000 Quadratmeter großen Grundstücken gebaut. Die ersten Straßen hießen „Unter den Golläckern", „Am Klingsacker" und „Am Eichbaumeck". Dann kamen die Straßen „Pulverhäuserweg", „Maitanne" und „Burgwald" dazu.
An der gleichen Stelle wie heute wurde 1939 eine Schule gebaut, die im 2. Weltkrieg 1944 zerstört wurde. Der Krieg unterbrach viele Planungen und Vorhaben; erst 1949 wurde in der Siedlung z.B. der Grundstein zu einer Kirche gelegt. Heute hat die Siedlung ca. 6000 Einwohner.
Wenn man durch die Straßen geht, ist zu erkennen, dass fast alle alten Häuser umgebaut sind.
Gerade ist eine Erweiterung der Siedlung im Entstehen. Am Westrand werden auf dem Gelände der amerikanischen Kasernen neue Häuser gebaut. Das Gebiet heißt Ernst-Ludwig-Park.

 

Geschichte der Friedrich-Ebert-Schule

Die Geschichte der Schule ist eng mit dem Schicksal der Menschen und des Umlandes verbunden, in deren Mitte ihr Standort ist: 1939 konnten die Siedlerinnen und Siedler stolz auf ihre Heimstättenschule blicken, die am Pulverhäuserweg ihren Standort bekam und für alle Kinder gut erreichbar war. Gegen Ende des 2. Weltkrieges brannte die Heimstättenschule bis auf die Grundmauern nieder. 1945 bis 1947 wurden die Kinder in der Bessunger Schule oder in der Mornewegschule unterrichtet, die Lehrerinnen und Lehrer wechselten oft und der Unterricht war sehr lückenhaft.

 

Ostern 1951 wurde der Bau von drei geräumigen Pavillons mit Nebenräumen abgeschlossen. Das Gebäude mit den Pavillons hatte Modellcharakter für den Schulbau in Hessen. Die Schule wurde nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert benannt. Die Schülerzahl wuchs stark an; zusätzliche Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrkräfte kamen aus den Vertriebsgebieten der Neusiedler in die Friedrich-Ebert-Schule.

 

1960 wurde von Schulleitung, Kollegium und Eltern der Erweiterungsbau beantragt. Von 1961 bis 1962 wurde der Raumprogrammvorschlag erstellt und im Januar 1963 wurde die erste Baurate durch die Stadtverordnetenversammlung bewilligt. Die notwendigen Räume für das neu einzuführende 9. Hauptschuljahr konnten auch berücksichtigt werden.

 

1966 konnte der Neubau mit zusätzlichen Klassenzimmern, einer geräumigen Turnhalle, die auch Vereinen und Verbänden zur Verfügung steht, und einem schönen Gemeinschaftsraum (Aula) in Betrieb genommen werden.

 

Quelle: Schulchronik der Friedrich-Ebert-Schuile

Rohbau des Erweiterungsbaus

 

 

Quelle: Schulchronik der Friedrich-Ebert-Schule

Einladung zur Einweihung des Erweiterungsbaus im Jahr 1966

 

 

Die Hauptschule lief mit dem Schuljahr 1983/84 aus. Als der Schulentwicklungsplan der Stadt Darmstadt, der die phasenweise Einführung der Förderstufe vorsah, bewarb sich die Friedrich-Ebert-Schule um diese Schulstufe. 1979 wurde die Förderstufe eingerichtet. Die Eltern der Heimstättensiedlung nahmen das Angebot der Förderstufe an. Es gab das Angebot der Förderstufe bis 1994/95. Seitdem ist die Friedrich-Ebert-Schule eine reine Grundschule mit Vorklasse.

 

Das Gebäude der Friedrich-Ebert-Schule steht als typisches Beispiel der Architektur der 1950er Jahre in Darmstadt unter Denkmalschutz.

 

Weitere Informationen zur Geschichte und Architektur der Friedrich-Ebert-Schule finden sich bei wikipedia.

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